{"id":616,"date":"2020-03-09T22:08:46","date_gmt":"2020-03-09T20:08:46","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.joraschky.de\/?page_id=616"},"modified":"2020-03-12T23:00:13","modified_gmt":"2020-03-12T21:00:13","slug":"das-erste-mal","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.joraschky.de\/?page_id=616","title":{"rendered":"Das erste Mal &#8230;"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8230; arbeiten &#8211; was haben Sie denn gedacht? Zu dem mutma\u00dflichen Thema in Ihrem Kopf sei soviel gesagt, dass ich den Anblick des besten Eheweibes der Welt, welches mich seit \u00fcber drei\u00dfig Jahren durch das Leben begleitet,  nun in allen Lebenslagen in Full HD genie\u00dfen darf und das K\u00fcsse ohne Brille logischerweise besser schmecken &#8211; und auch ungef\u00e4hrlicher sind. Aber wir schweifen ab und ich greife dem zeitlichen Ablauf vor &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir erinnern uns &#8211; die OP war Donnerstag Nachmittag gegen halb f\u00fcnf, die erste Nachuntersuchung Freitag morgen gegen halb zehn, dann folgte das Wochenende mit der Gew\u00f6hnungsphase an die neue Situation und Augentropfen, Augentropfen, Augentropfen. Ja, man k\u00f6nnte sagen, ich habe eine neue Lieblingsbesch\u00e4ftigung.  F\u00fcr die der OP folgenden f\u00fcnf Tage m\u00f6chten morgens, mittags, nachmittags und abends antibiotische und zus\u00e4tzlich noch entz\u00fcndungshemmende Tropfen in die Augen getr\u00e4ufelt werden, dazu kommt noch die Tr\u00e4nenersatzfl\u00fcssigkeit. Es hat sich gezeigt, dass es \u00e4u\u00dferst hilfreich ist, wenn man sich am Handy einfach passend eine Handvoll Wecker stellt und jedes Mal f\u00fcr die Tr\u00e4nenersatzfl\u00fcssigkeit den Timer wieder neu auf eine Stunde stellt. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich erw\u00e4hnte schon, dass ich sowieso schon trockene Augen hatte &#8211; das Gef\u00fchl hat sich nun noch etwas verst\u00e4rkt. Aber eigentlich nur, wenn man sich l\u00e4nger auf eine Stelle konzentriert, wie beim vor dem Bildschirm sitzen &#8211; dabei ist es egal, ob Computer oder Fernseher, die T\u00e4tigkeit an sich ist gleich: <br>Mehr oder minder still sitzen und auf eine Stelle glotzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich schon am Samstag mit diesem Blog begonnen habe, kannte ich schon das Ph\u00e4nomen der sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernden Seh- und Fokussierungsf\u00e4higkeit. Aber jedes Mal, wenn ich die Tr\u00e4nenersatzfl\u00fcssigkeit  &#8211; Sie merken schon, ich liebe dieses Wort \ud83d\ude09 -angewendet habe, wurde daraufhin das Sehverhalten deutlich verbessert, Aber auch die Augen mal in die Ferne schweifen lassen und dann wieder auf den Bildschirm zu richten, hilft zu entspannen.  Letztlich auch keine neue Erkenntnis, denn das propagieren die Augen\u00e4rzte schon seit Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedenfalls hat sich meine gr\u00f6\u00dfte Bef\u00fcrchtung, dass ich nun nur noch mit Lesebrille am PC arbeiten k\u00f6nnte, nicht bewahrheitet. Morgens hatte ich zwar noch Probleme bei der Fokussierung und habe die Lesebrille (so ein Billigding aus der Drogerie mit +1,5 Doptrie) genutzt und wieder abgesetzt, aber letztlich war es ohne irgendwie einfacher. Nun habe ich auch einen ergonomisch korrekt gestalteten Arbeitsplatz, der mir eine aufrechte Sitzposition, passend entfernte Bildschirme und gen\u00fcgend Platz auf dem Tisch erm\u00f6glicht, was sicherlich meine momentane Situation vereinfacht. Aber eigentlich ist die nervigste Eigenschaft meiner &#8222;neuen&#8220; Augen  der milchige Schleier, der alles etwas kontrast\u00e4rmer erscheinen l\u00e4sst und daneben noch einen Blendeffekt hervorruft &#8211; Bildschirme sind schlie\u00dflich von hinten beleuchtet. Tats\u00e4chlich bemerke ich aktuell einen st\u00e4rkeren Unterschied, ob ich auf einem Bildschirm oder auf meinem eBook lese. Falls der technische Unterschied nicht bekannt sein sollte &#8211; das Display bei einem eBook ist im Regelfall von vorne beleuchtet, um die Augen nicht anzustrahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Naja, irgendwann hatte ich den ersten Arbeitstag hinter mich gebracht mit viel Tropfen tropfen (ja, tats\u00e4chlich \u00f6fter als einmal die Stunde) und dann ging es nach Hause, um dann endlich wirklich das erste Mal hinter mich zu bringen, auf das ich schon lange hingefiebert hatte \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, es ist wieder nicht, was Sie denken &#8211; ich zog mich um und fuhr ins Fitnessstudio, um mich dort auf dem Crosstrainer und anderen Ger\u00e4ten auszutoben. Zum Schluss hatte ich die Kontaktlinsen &#8211; Tageslinsen um genauer zu sein &#8211; tats\u00e4chlich nur noch beim Sport eingesetzt. Aber bei meiner Vorgeschichte waren die auch hier nicht mehr wirklich das yellow from the egg &#8211; es stellte sich regelm\u00e4\u00dfig ein Fremdk\u00f6rpergef\u00fchl ein und machte das Tragen der Linsen letztlich unangenehm. Trotzdem hat mich die mehrw\u00f6chige Zwangspause doch ziemlich genervt &#8211; nur wer st\u00e4ndig eine Brille tr\u00e4gt, kann ermessen, wie l\u00e4stig eine Brille beim Sport sein kann. Als Zwangspause vor der OP &#8211; und \u00fcbrigens auch vor der ersten Untersuchung &#8211; h\u00e4tten jeweils zwei Wochen ausgereicht, aber je l\u00e4nger man keine Linsen tr\u00e4gt, umso weniger wird die Hornhaut durch sie beeinflusst und kehrt in ihre ureigene Form zur\u00fcck.  <\/p>\n\n\n\n<p>Und jetzt also neu, ohne Brille, ohne Linsen &#8211; einfach mal mit dem Handtuch durch das Gesicht feudeln, wenn einem danach ist &#8211; ein gro\u00dfartiges Gef\u00fchl. \u00dcberhaupt hat sich schon ein deutlicher Gew\u00f6hnungseffekt eingestellt und ich greife erstaunlich wenig zur nicht mehr vorhandenen Brille, um sie auf- oder absetzen oder einfach nur auf der Nase richten zu wollen. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Mensch ist halt doch einfach ein Gewohnheitstier \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; arbeiten &#8211; was haben Sie denn gedacht? 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