{"id":568,"date":"2020-03-07T21:00:07","date_gmt":"2020-03-07T19:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.joraschky.de\/?page_id=568"},"modified":"2020-03-08T19:02:39","modified_gmt":"2020-03-08T17:02:39","slug":"2019-das-jahr-in-dem-wir-kontakt-aufnehmen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.joraschky.de\/?page_id=568","title":{"rendered":"2019 &#8211; Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen"},"content":{"rendered":"\n<p>Wenn man die Entwicklung meiner Augen und die Anzahl meiner Brillen zusammen nimmt, dann sind wir zeitlich gar nicht mehr so weit in der Vergangenheit. Ich stand also vor der Tatsache, dass ich mit meinen vielen Brillen mittlerweile wirklich nicht mehr vern\u00fcnftig leben konnte und gleichzeitig Linsen keine Option darstellten. Naja, die w\u00e4ren sowieso auch nur noch Behelf gewesen, weil ich  ja auch mit Linsen eine Lesebrille br\u00e4uchte.<\/p>\n\n\n\n<p>Befragt man viele unterschiedliche Menschen zu einem bestimmten Thema, dann bekommt man f\u00fcr gemeinhin ebenso viele unterschiedliche Meinungen zu h\u00f6ren. Da nimmt es sich schon interessant heraus, dass es bei meinen Recherchen einen fast durchg\u00e4ngigen Tenor gab: <br>&#8222;Wenn du was mit den Augen hast oder machen willst, dann wende dich an das Franziskus Hospital in M\u00fcnster, die Klinik hat einen sehr guten   Ruf.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Aha.<\/p>\n\n\n\n<p>Da wollte ich nat\u00fcrlich wissen, was an der Aussage dran ist und habe mich f\u00fcr Anfang Dezember 2019 zu einer kostenlosen und unverbindlichen Voruntersuchung angemeldet.  <\/p>\n\n\n\n<p>Die Praxis macht einen eleganten Eindruck &#8211; sch\u00f6ne Einrichtung, stilvolles Wartezimmer, mehrere unterschiedliche Untersuchungsr\u00e4ume und nicht zuletzt eine sehr entspannte Atmosph\u00e4re. Kunstst\u00fcck &#8211; hier hin kommen ja auch mutma\u00dflich keine akut erkrankten Menschen, sondern nur jene wie ich, die ein langj\u00e4hriges Problem auf der Nase herum tragen. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine der zahlreichen freundlichen Damen nimmt einen dann an die Hand und f\u00fchrt eine Vielzahl von optischen Untersuchungen durch, die man teilweise von Augen\u00e4rzten kennt, aber teils auch dar\u00fcber hinaus gehen. Zusammen mit dem obligatorischen Anamnesebogen ergibt sich so ein ganzheitliches Bild, anhand dessen dann beurteilt wird, ob man f\u00fcr eine der Operationsm\u00f6glichkeiten geeignet ist und wenn ja, f\u00fcr welche.  Mindestens genauso spannend war aber auch auch das Thema &#8222;Erwartungshaltung&#8220;.  Sofern man sich die optische Zukunft schon rosafarben ausgemalt hat, wird man in diesem Gespr\u00e4ch auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcckgeholt:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Ihre Augen sind f\u00fcr eine Laserkorrektur geeignet.&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p>Juhuu! DAS will man doch h\u00f6ren \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Sie werden aber nie wieder die Augen eines Zwanzigj\u00e4hrigen haben&#8220;<br><br>OK, damit kann ich leben &#8211; ich hatte mit Zwanzig auch schon eine Brille, also keine \u00c4nderung zu heute <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Die Altersweitsicht ist ein unaufhaltsamer Prozess, den man weder aufhalten noch umkehren kann. Wenn man Fern- und Nahsicht korrigieren will, dann w\u00e4re der EInsatz von Trifokal-Linsen denkbar. In Ihrem Fall w\u00fcrde ich davon abraten, weil es auch Nachteile mit sich bringt&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Thema hatte ich schon mit Mario und einem Arbeitskollegen besprochen, der genau das hat machen lassen. Der Vorteil ist ganz klar, dass man gar keine Brille mehr ben\u00f6tigt und im Grunde genommen nimmt man auch die &#8222;graue Star&#8220; Operation vorweg. Falls Ihnen das nicht bekannt sein sollte: JEDER Mensch bekommt irgendwann einen sogenannten &#8222;grauen Star&#8220;, man muss nur alt genug werden. In der Linse lagert sich von Geburt an Eiwei\u00df ein und tr\u00fcbt sie dadurch &#8211; bis das Sehverm\u00f6gen derart eingeschr\u00e4nkt ist, dass der Austausch der Linse unumg\u00e4nglich ist.<br>Und bei der Trifokallinse wird eben dieser vorhandene Linse entfernt und durch eine k\u00fcnstliche Linse ersetzt, die quasi mehrere Brennpunkte hat und so Bilder aus der N\u00e4he und aus der Ferne auf die Netzhaut projiziert.<br><br>Aber der Haken an der Sache ist, dass es zum Einen zu ungewollten Lichtreflexen kommt, wenn es in einem bestimmten Winkel auf das Auge trifft.  Zum Anderen hat man im Dunklen eine Art Aura um Lichtquellen und es kann in der Anfangszeit zu Irritationen durch die Mehrfachbilder auf der Netzhaut kommen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt definitiv Menschen, f\u00fcr die diese Art der Korrektur geeignet ist &#8211; f\u00fcr mich kam sie aber nicht in Frage, das erschien mir noch zu experimentell.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Sie k\u00f6nnen bei der Laser-Operation auch die Monovision w\u00e4hlen. Dabei wird ein Auge auf die Ferne, das andere auf die N\u00e4he eingestellt&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Hmmmm, das klingt ja interessant. An dieser Stelle greife zeitlich ich mal etwas vor:<br>Ich habe den Selbsttest mit Kontaktlinsen gemacht und einen Monat lang das linke Auge korrekt ausgeglichen, das rechte aber etwas zu wenig. Das ist in etwa das, was bei der Monovision gemacht wird. Das Gehirn ist in der Lage, aus den unterschiedlichen Bildern wieder ein komplettes zusammen zu setzen. Man kann tats\u00e4chlich in die Ferne schauen &#8211; wenn auch nicht ganz so scharf wie gewohnt  &#8211; und man kann auch ohne Brille lesen, wenn auch ebenfalls mit leichten Einschr\u00e4nkungen, da ja letztlich nur jeweils EIN Auge f\u00fcr den Bereich scharf sieht. Und das bringt mich genau zu dem Argument, warum ich mich dagegen entschieden habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir erinnern uns: Die Altersweitsicht ist ein unaufhaltsamer Prozess, den man weder aufhalten noch umkehren kann.  Die LInse wird im Laufe der Jahre immer unflexibler und kann einfach physikalisch nicht mehr so weit durch den Augenmuskel gekr\u00fcmmt werden, dass man Dinge in der N\u00e4he scharf sieht. Und dieser Prozess schreitet immer weiter voran. Das abschlie\u00dfende Resultat der Monovision ist also, dass man auch hier irgendwann eine Lesebrille ben\u00f6tigt, w\u00e4hrend man gleichzeitig in der Ferne trotzdem nicht ganz scharf sieht &#8211; da ja nur EIN Auge daf\u00fcr korrigiert wurde. Das klang dann f\u00fcr mich eher nach Kategorie Ganzjahresreifen &#8211; ein schlechter Kompromiss aus beiden Welten .<\/p>\n\n\n\n<p>Bleiben die Varianten der Augen-Laserei. Und hier verweise ich einfach mal auf die Webseite der Praxis &#8211; da kann man sich die verschiedenen M\u00f6glichkeiten plakativ mit Videos und Ged\u00f6ns anschauen:<br><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"http:\/\/Zentrum f\u00fcr refraktive Chirurgie M\u00fcnster (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.refraktives-zentrum.de\/smile-lasik\/behandlung\/\" target=\"_blank\">Zentrum f\u00fcr refraktive Chirurgie in M\u00fcnster<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe mich nach eingehender Beratung f\u00fcr die minimalinvasive Version &#8222;SMILE&#8220; entschieden und direkt im Anschluss an die Voruntersuchungen Termine f\u00fcr M\u00e4rz 2020 fest gemacht.<br>Mein Entschluss stand fest, dass ich keine Brille mehr will, zumindest nicht immer und \u00fcberall \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man die Entwicklung meiner Augen und die Anzahl meiner Brillen zusammen nimmt, dann sind wir zeitlich gar nicht mehr so weit in der Vergangenheit. 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